Dieses Projekt folgt keiner linearen Veröffentlichungslogik.
Es besteht aus drei Ebenen:
dem Finden, dem Schreiben und dem Zeigen.
Fundstücke markieren Beobachtungen im Rohzustand.
Bücher entwickeln aus einzelnen Beobachtungen größere Argumentationszusammenhänge.
Videos öffnen einen niedrigschwelligen Zugang zu ausgewählten Texten.
Diese Ebenen stehen nicht nebeneinander.
Sie greifen ineinander.
Die Fundstücke liefern Impulse.
Die Buchform verdichtet Argumente.
Das Video verweist zurück auf den Text.
Der Zusammenhang dieser Ebenen lässt sich mit einem Bild beschreiben:
dem des Dirigenten.
Der Beobachter als Dirigent
Der Beobachter sammelt nicht nur Material.
Er ordnet es.
Wie ein Dirigent kein einzelnes Instrument ersetzt, sondern verschiedene Stimmen aufeinander abstimmt, so verbindet dieses Projekt unterschiedliche Formen der Darstellung.
Ein Fundstück bleibt fragmentarisch.
Ein Buchkapitel bleibt argumentativ.
Ein Video bleibt ein Hinweis.
Erst im Zusammenspiel entsteht Struktur.
Der Dirigent tritt nicht als Solist auf.
Er koordiniert, akzentuiert, setzt Pausen und Übergänge.
In diesem Sinne versteht sich das Projekt nicht als lose Sammlung einzelner Beiträge, sondern als Komposition aus Beobachtung, Analyse und Vermittlung.
Das Ziel ist nicht Vollständigkeit.
Es ist Orientierung.
Die drei Ebenen – Finden, Schreiben, Zeigen – bilden dabei kein hierarchisches Gefüge, sondern ein funktionales.
Sie ermöglichen unterschiedliche Zugänge zu denselben Fragen.
